ZUG
ZEPHYR HANGAR V-ZUG
SONNTAG, 26. JULI 2020, 17.00 UHR
«AKKORDEON-COCKTAIL»
DRAEGER SIMBIREV & Co.

Patricia Draeger, Akkordeon

Geboren 1964 in Zug. Studium der Querflöte in Winterthur, Biel und in den Niederlanden mit Schwerpunkt in zeitgenössischer Musik. Seit 1992 Akkordeonistin. Volksmusik, Jazz, Improvisation und der Austausch mit anderen Kulturen prägen ihr musikalisches Schaffen. 2018 wurde sie mit dem Zuger Werkjahr ausgezeichnet.

Sergej Simbirev, Akkordeon

Geboren 1964 in Lebedin. Ausbildung in Moskau und Saratov. Konzertreifediplom mit Auszeichnung. Seit 1996 in der Schweiz. Akkordeonduo mit seiner Frau Patricia Draeger. Freischaffender Musiker, Arrangeur und Komponist. Lehrer an der Musikschule Zug.

Faruk Muslijevic, Akkordeon

Geboren 1973 in Leskovac (Serbien). Klassisches Akkordeonstudium an der Musikhochschule in Nis. Anschliessend Klavier- und Keyboardstudium an der Musikhochule Luzern, Abteilung Jazz. Gründer der Band «Balkan Flavours», mit der er die traditionelle Balkanmusik mit Jazz verwebt.

André Pousaz, Kontrabass

Geboren 1983 in Visp. Matura mit Schwerpunkt Musik. Studium an der Musikhochschule Luzern, Abteilung Jazz. Seine Lehrer waren Heiri Känzig, Wolfgang Zwiauer und Herbie Kopf. 2007 Abschluss mit Auszeichnung im Hauptfach Kontrabass. 2006 Förderpreis der Fried Wald Stiftung.

Samuel Baur, Perkussion

Geboren 1975 in Bern. Die erste Trommel steht 1982 unter dem Weihnachtsbaum. Primarlehrerpatent 1997 in Bern. Diverse Studienaufenthalte im Ausland. Seit 1999 freischaffender Musiker mit reger Konzerttätigkeit und einem eigenen Tonstudio, in dem er Tonspuren für Theater, Film und Tanz gestaltet.

Programm

Programm nach Ansage

Ticketreservation

Zephyr Hangar V-Zug

In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird auf dem 80'000 Quadratmeter grossen Werkareal der V-Zug ein hochmodernes neues Stadtquartier entstehen – der Tech Cluster Zug. Die industrielle Produktion wird beibehalten, aber räumlich so verdichtet, dass grosse Flächen für die zusätzliche Stärkung des Werkplatzes Zug, aber auch für Gewerbe und Wohnen frei werden. Ein erster, markanter Akzent in diesem Umwandlungsprozess ist das neue Fabrikationsgebäude der V-Zug – der Zephyr Hangar der Basler Architekten Diener & Diener. Die Krone des Hangars ist ein Holzhallenaufbau mit augenfälligem Sheddach – eine Konstruktion, die vor allem in der klassischen Industriearchitektur bei Gebäuden mit grossen Grundflächen zum Zug kommt. Das Spezielle an der Holzkonstruktion ist die grosse Spannweite von fast 40 Metern und die Hallenlänge von 90 Metern. Der Raumeindruck der jetzt noch fast leeren Halle ist gewaltig, die Akustik dank der Holzbauweise phänomenal. Ein Konzertsaal wie eine Fata Morgana – und doch für kurze Zeit Realität. Danach wird die Halle dem Fabrikationsprozess zur Verfügung stehen: Oberflächenbehandlung von Metallteilen, Werkzeugbau, Werkzeugkonstruktion.

Anfahrt

Die V-Zug AG befindet sich an der Industriestrasse 66. ÖV: S1 und S2, Station Baar Lindenpark; Bus Linie 3 (Haltestelle Kistenfabrik), Linie 4 (Haltestelle V-Zug). Parkplätze beim Zugorama der V-Zug.

Draeger Simbirev & Co.

Die Zugerin Patricia Draeger und der in der Ukraine geborene, in Moskau aufgewachsene und in Zug eingebürgerte Sergej Simbirev sind seit über zwanzig Jahren ein Paar und schon oft als Akkordeon-Duo in Erscheinung getreten, sehr früh auch bei den Sommerklängen, nämlich 2002 im zweiten Festivaljahr in einem Konzert in der Kirche St. Wolfgang in Hünenberg. Die beiden spielten auch über viele Jahre im Quartett «Klezmer plus», auch dies an den Sommerklängen, und zwar beim 10-Jahr-Jubiläum 2010 in den Zuger Stierenstallungen. Und jetzt keimte der Wunsch, ein Ensemble mit drei Akkordeons und einer Rhythmussektion zusammenzustellen. Der Akkordeonist Faruk Muslijevic, André Pousaz am Bass und Sämi Baur an der Perkussion stiessen dazu. Es hat geklappt. Und wer gab den Anstoss dazu? Genau: die künstlerische Leiterin der Sommerklänge ...

Akkordeoncocktail

Welche Zutaten braucht es, um einen spritzigen, fruchtigen, sommerlichen Akkordeoncocktail zu mixen? Da sind zunächst die Musiker. Den Kern bildet ein nicht nur musikalisch, sondern auch als Paar eingespieltes Duo – sie, Patricia Draeger, schon im zugerischen Elternhaus mit dem Akkordeon aufgewachsen, er, Sergej Simbirev, gebürtiger Ukrainer, in Saratov und Moskau bis zur Konzertreife ausgebildet und als Mitglied der «Timber Russian Accordeons Group» zwischen 1983 und 1996 auf Tournée in ganz Europa und Russland. Faruk Muslijevic lernten die beiden kennen, als sie vor einigen Jahren Konzerte mit der Balkanband «Balkan Flavours» besuchten, in der Faruk Klavier und Patricias Bruder Schlagzeug spielten. Im Gespräch stellte sich heraus, dass Faruk klassisches Akkordeon studiert hatte und viel Literatur kannte, die Sergej ebenfalls während seines Studiums gespielt hatte. Da passte etwas zusammen. Ausserdem hatte Faruk zur gleichen Zeit wie der Walliser Kontrabassist André Pousaz an der Jazzhochschule in Luzern studiert. Mit André und mit Sämi Baur an der Perkussion ist Patricia Draeger seit 2018 in dem von ihr initiierten Ensemble «Ala Fekra» unterwegs. Es handelt sich um ein Austauschprojekt mit ägyptischen und Schweizer Musikern, hervorgegangen aus einem dreimonatigen Atelierstipendium in Kairo.

Die fünf Barmixer hätten sich also gefunden. Alle sind in den verschiedensten Musikstilen bewandert, und allesamt sind sie begnadete Improvisatoren. Wie aber entsteht nun der Cocktail? Lassen wir Patricia Draeger selbst zu Wort kommen: «Es war uns ein Anliegen, dass alle Musiker Erfahrung aus verschiedenen stilistischen Bereichen mitbringen. Vieles wird zusammen entwickelt und quasi beim Proben arrangiert. Allerdings gibt es auch fertig geschriebene Arrangements und Eigenkompositionen von Sergej, Faruk und mir, die aber für die neue Besetzung speziell arrangiert werden müssen. Da alle grossartige Improvisatoren und musikalisch sehr flexibel sind, werden einige Stücke aus dem Moment heraus entstehen, quasi Instantcomposing und Instantarranging.

Das ist zwar sehr zeitaufwändig, ermöglicht es aber jedem, im Ensemble seinen Platz zu finden und sich mit seiner musikalischen Ausdrucksweise wirklich wohl zu fühlen. Stilistisch wird es ein bunter Blumenstrauss werden, mit Einflüssen aus dem Balkan, wo Faruk zu Hause ist, oder aus Russland, Sergejs Heimat. Jazzelemente werden nicht fehlen. Ein Schweizer Volkslied oder einen Tango wollen wir nicht missen, und vielleicht findet ein Präludium von Bach ebenfalls seinen passenden Platz. Wir sind selber gespannt, was entstehen wird mit dieser Band. Alle freuen sich enorm auf dieses Projekt mit dieser sehr eigenen Instrumentation.»

Die Freude an diesem farbenfrohen Cocktail wird ganz sicher auch auf das Publikum überspringen. Stossen wir an auf 20 Jahre Sommerklänge!

Aperitivo

Colicchio Vini, Zug
 

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